Pächterwechsel in der Grube Samson ab 2017

Hans-Günter Schärf und Christian Barsch leiten Grube Samson

Seit vielen Jahren führen Hans-Günter Schärf und Christian Barsch Menschen durch die Grube Samson in St. Andreasberg. Dieses Highlight des Weltkulturerbes Oberharzer Wasserwirtschaft wird seit 1951 von Familie Klähn geführt. Nachdem Vater Fritz der erste Leiter des Hauses war, übernahmen mit Jochen und Uschi Klähn Sohn und Schwiegertochter. Nun ist mit Ende 70 für beide Schluss, denn der wohlverdiente „Unruhestand“ kommt Ende des Jahres.

Neuer Pächer wird mit „Hansi“ Schärf der ehemalige Bürgermeister von St. Andreasberg unterstützt von Christian Barsch. „Wir haben nun mit einem echten Andreasberger und einem gebürtigen Braunlager eine ideale Lösung gefunden“, freute sich Stefan Grote als aktueller Bürgermeister von Braunlage, bei der Bekanntgabe der neuen Betreiber.

Die Fortführung des Besucherbetriebes, neue Vermarktungswege und die Etablierung eines Museumscafes mit einem Aufenthaltsbereich sind die ersten Schritte, die die neuen Pächter gehen wollen. „Perspektivisch wollen wir in Absprache mit der Politik und der Stiftung „UNESCO Welterbe im Harz“ die Verwirklichung eines modernen Museumskonzepts, das der überregionalen Bedeutung der Grube Samson entspricht“, sagte Barsch. Schärf ergänzte: „Anhaltspunkte liefert das von Professor Roseneck, Willi Marbach und Jochen Klähn bereits 2011 entwickelte Umbaukonzept.“

„Wir treten in große Fußstapfen, denn Familie Klähn hat hier lange erfolgreich gewirkt und mit viel Herzblut und Engagement den Samson an 363 Tagen des Jahres für Besucher geöffnet“ bedankten sich beide bei Familie Klähn.

Die Grube Samson ist nicht nur das letzte komplett erhaltene historische Bergwerk des Oberharzes, sondern verfügt über weltweit einzigartige Maschinenbaudenkmale wie die letzte erhaltene „Fahrkunst“ der Welt. Darüber hinaus versorgen die im Schacht verbauten Turbinen St. Andreasberg mit regenerativ erzeugter Energie und spiegeln die herausragende Bedeutung der Wasserwirtschaft im Oberharz auch heute noch wider.