Weltkulturerbe hoch3

Höchstgelegenes Welterbe - drei Teile eines Ganzen

Ovale Radstube

Die UNESCO hat wesentliche Teile des Kulturdenkmals "Oberharzer Wasserregal" am 1. August 2010 als ein "Meisterwerk der menschlichen Schöpfungskraft" unter dem Namen "Oberharzer Wasserwirtschaft" zum Weltkulturerbe erklärt. Die "Oberharzer Wasserwirtschaft" ist damit dritter Teil des seit 1992 bestehenden  UNESCO-Weltkulturerbes Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar und aktuell das höchstgelegene Welterbe in Deutschland.

Der Welterbetitel wird seit 1972 von der UNESCO verliehen und ist das bedeutendste Instrument zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Menschheit. Das bisherige Welterbe umfasst mehr als 1030 Kultur- und Natur-Denkmäler sowie das ideelle Welterbe in insgesamt über 150 Ländern.

Die "Oberharzer Wasserwirtschaft" steht nun in einer Reihe mit den Pyramiden von Gizeh, der Chinesischen Mauer oder der Freiheitsstatue.

Auch wenn von den ersten Schritten bis zur Verleihung des Welterbetitels mehr als 10 Jahre vergangen sind, erhält dieser Titel eine noch höhere Bedeutung, weil jedes Jahr nur ein einziges deutsches Kultur- oder Naturgut in die Bewerbungsliste der UNESCO aufgenommen werden darf. Mithin werden es andere Kulturgüter in Deutschland zukünftig sehr schwer haben und ggf. jahrzehntelang warten müssen, um den weltweit anerkanntesten Denkmalschutztitel zu erhalten.

Grube Samson

Einen besonderen Verdienst um die Erlangung des Welterbetitels für die Oberharzer Wasserwirtschaft gebührt Professor Dr. Reinhard Roseneck vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege als Antragssteller für das Welterbe bei der UNESCO, seinem gesamten Team, den Harzwasserwerken, den Museumsbergwerken und vielen Einzelpersonen und Organisationen.
Mit der Verleihung des Titels "Welterbe der Menschheit" gibt es eine Verpflichtung zum Erhalt des Denkmals in seiner Gesamtheit. 

Neben Gräben, Wasserläufen, Teichen und Stollen gehören zum Welterbe auch diese Denkmale:

  • das Zisterzienserkloster Walkenried
  • die Grube Samson in St. Andreasberg
  • die Rosenhöfer Radstuben in Clausthal-Zellerfeld
  • der Ottiliae-Schacht in Clausthal-Zellerfeld
  • der Schacht Kaiser-Wilhelm II in Clausthal-Zellerfeld
  • der 19-Lachter-Stollen in Wildemann
  • der Knesebeck-Schacht in Bad Grund
Kloster Walkenried